Kilchoman gibt einen wichtigen Wechsel bekannt: Der Lieferant für Bourbonfässer wird gewechselt, sodass die Brennerei ihre Bourbonfässer in Zukunft von der Breckenridge Distillery bezieht.
Die Islay-Brennerei Kilchoman wird ihre Bourbonfässer in Zukunft von der Breckenridge Distillery beziehen. Der neue Lieferant löst Buffalo Trace ab, die jahrelang Bourbonfässer bereitgestellt hat. “Breckenridge ist eine kleine Brennerei, hat viele Auszeichnungen für ihre Whiskys gewonnen und hat eine ähnliche Philosophie wie Kilchoman. Es hat perfekt gepasst“, begründet der Gründer Anthony Wills den Wechsel.
Breckenridge Distillery ist Kilchomans neuer Partner für Bourbonfässer
Die Partnerschaft mit der Breckenridge Distillery in Colorado, USA, sei ein Meilenstein für Kilchoman. Sie löst die Kooperation mit Buffalo Trace ab, woher die Bourbonfässer seit 2005 bezogen wurden. Die Breckenridge Distillery ist bekannt für ihre hervorragenden Bourbons und hat bereits mehrere internationale Auszeichnungen erhalten.
Die Auswahl der Fässer spielt bekanntlich eine entscheidende Rolle bei der Herstellung Whisky. Die Versorgung mit Fässern habe sich jedoch insbesondere für kleine Produzenten wie Kilchoman als Herausforderung erwiesen. Versorgungsengpässe zu Beginn des Jahres seien der Grund, weshalb man sich auf Islay nach einem neuen Lieferanten für Bourbonfässer umgesehen habe. Nach Anfragen bei zahlreichen Bourbon-Produzenten sei man zu dem Schluss gekommen ,dass die Breckenridge Distillery eine gute und langfristige Lösung sei.
Breckenridge Bourbonfässer bringen für Kilchoman Neuerungen mit sich
Die erste Charge Breckenridge-Bourbonfässer hat die Kilchoman nach eigenen Angaben im März 2023 erreicht. Die Fässer werden nicht zerlegt und im Ganzen aus Coloroado nach Islay versendet. Dies sei zwar nicht kosteneffektiv, soll aber Geschmacksverlusten entgegenwirken. Die Destillerie geht dennoch davon aus, dass die Breckenridge-Fässer ein neues Geschmacksprofil möglich machen können. Breckenridges Bourbon wird aus 56 Prozent Mais, 38 Prozent Roggen und 6 Prozent gemälzter Gerste hergestellt. Bei Buffalo Trace seien es zwischen 10 und 51 Prozent Roggen. “Ich erwarte ähnliche Geschmacksprofile wie Buffalo Trace, aber vielleicht mit etwas mehr Intensität”, erklärt Wills.
Die Breckenridge Fässer stehen während der Fassreife in Chicago aufrecht und sollen daher einen Kopfstopfen haben, anstelle des typischen Seitenstopfens. Kilchoman wird die neuen Fässer aber wie gewohnt liegend lagern. Dadurch sei der Druck auf den Spund größer und könnte im schlimmsten Fall zu Undichtigkeiten führen. Man behalte dies jedoch genau im Auge, wie die Destillerie erklärt.

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Fotos: Kilchoman
















